Liebe Familie von Amsberg, lieber Valentin,
in den vorhergehenden Beiträgen kann ich „meine Johanniskantorei“ mit „unseren großen Meister“ Dietrich von Amsberg lebhaft wieder erleben.
Als ich 1986 mit damals 16 Jahren nach Lüneburg zog, war das Singen in der Kantorei einer der wichtigsten Faktoren, die mich meinen Abschiedsschmerz von Hamburg vergessen ließen. Die intensive, präzise geplante und durchgeführte Probenarbeit, das Kennenlernen vieler kirchenmusikalischer Großwerke, das Zusammentreffen mit musikalisch interessierten Chorsängern aus verschiedenen Generationen, die Chorfeste (auch ich erinnere den Strickpulli mit den Symbolen für die Fehlzeiten!) und natürlich die wundervollen Konzerte haben mich unheimlich erfüllt, bereichert und nachhaltig geprägt. Dietrich von Amsberg war für mich vorbildhaft in seiner Begeisterungsfähigkeit für die Musik, seiner eisernen Disziplin und seiner Freude, das Gotteswort vielfältig erklingen zu lassen.
Durch meine Freundschaft mit Valentin und insbesondere durch die liebevolle Art von Sophie Charlotte von Amsberg bin ich neben dem Chorsingen wie selbstverständlich in die Familie von Amsberg aufgenommen worden.
Obwohl ich bereits 1989 Lüneburg und damit die Kantorei zum Studium wieder verließ, bin ich dem Chor noch lange sehr verbunden geblieben. Nicht zuletzt stellte sich für mich das weihnachtliche Hochgefühl auch viele Jahre später erst dann ein, wenn ich im Chor zum „Oh, Du Fröhliche“ der Gemeinde von der Seitenempore das „Halleluja“ schmettern durfte.
Das Chorsingen ist aus meinem Leben seit der Grundsteinlegung durch die Johanniskantorei und Dietrich von Amsberg nicht mehr wegzudenken. Über verschiedene große Kantoreien und auch kleinere Chöre in Heidelberg, Mannheim, Hamburg, Cambridge und Kiel bin ich nun seit 10 Jahren im Kammerchor der ev. Annakirche in Aachen zu Hause.
Meine Gedanken sind voller Dankbarkeit bei den schönen Erinnerungen an das gemeinsame Musizieren in Lüneburg, bei Dietrich von Amsberg und bei der ganzen Familie von Amsberg.